Öko-Modell-Regionen

Projekte / Unternehmerstammtisch “Biodiversität”

Seit einigen Jahren besteht der Neumarkter Unternehmerstammtisch Biodiversität, ins Leben gerufen durch Lammsbräu-Inhaber Dr. Franz Ehrnsperger. Dabei tauschen sich regionale Unternehmer in regelmäßigen Treffen zum Thema Artenvielfalt aus und präsentieren unter anderem eigene, umgesetzte Projekte. Jährlich finden drei Stammtische statt, organisiert von der Neumarkter Lammsbräu in Zusammenarbeit mit der Öko-Modellregion und dem Landschaftspflegeverband Neumarkt.

 

Achter Unternehmerstammtisch: Unternehmer diskutieren Nachhaltigkeit 4.0

Im Rahmen des 8. Unternehmerstammtisches Biodiversität lud Geschäftsführer Herbert Baumgärtel in den Firmensitz der Firma BGN Gleichauf ein. Das Unternehmen hatte Referenten Peter Frieß von Fokus-Zukunft geladen, der vor 22 regionalen Unternehmensvertretern über drängende soziale und ökologische Herausforderungen sprach.

 

Strategien der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit bieten Unternehmen die Möglichkeit, sich in einer schnelllebigen und komplexen Arbeitswelt besser zu positionieren und dem bestehenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Durch leicht einzuführende Maßnahmen der Mitarbeiterbeteiligung und Mitarbeitergesundheit im Betrieb können Motivation und betriebliche Identifikation und damit die Bindung der Angestellten an das Unternehmen wesentlich erhöht werden. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels ist es für Unternehmen entscheidend, attraktiv für Berufseinsteiger und talentierte Fachkräfte zu sein, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit am Markt zu erhalten.

 

Als immer wichtiger für Mitarbeiter wie Kunden und Konsumenten wurde das Bewusstsein für die eigene ökologische Verantwortung genannt, der sich Unternehmer in der Ausübung ihrer Unternehmenstätigkeit stellen müssen.

 

Klimawandel, Überbevölkerung und Bodenerosion werden künftig zu prekären Lebensverhältnissen, v.a. in den ärmeren Teilen der Welt, führen. Die Mitverantwortung der Industrienationen, z.B. im Bereich des CO2-Ausstoßes, ist mittlerweile unbestritten. Politische Rahmenbedingungen zur weltweiten Minimierung und Kompensation von Treibhausgasen wurden zuletzt bei der Weltklimakonferenz in Paris 2015 gesetzt. Damit verpflichten sich die Länder, auf nationaler Ebene Klimagasausstöße in den Bereichen Verkehr, Energiewirtschaft, Gebäude, Industrie, Landwirtschaft und Sonstiges zu reduzieren.

 

Wie die Reduzierungs- und Kompensationsmaßnahmen in der Industrie konkret aussehen können, wurde beim Stammtisch eingehend diskutiert. So präsentierte das Unternehmen BGN Gleichauf, das vor zwei Jahren einen unternehmerischen CO2-Fußabdruck erstellen ließ, Schritte auf dem Weg zur CO2-Neutralität. Neben Energieeinsparungen in verschiedenen Bereichen, einem papierlosen Rechnungssystem, Wegeoptimierung im hauseigenen Fuhrpark führt die umgesetzte ökologische Nachhaltigkeit gleichzeitig zu einem effizienteren Betriebsablauf und Kosteneinsparungen.

 

Besonders das Potenzial alternativer Mobilitätskonzepte wie e-Mobilität und Gasantrieb wurden im Teilnehmerkreis ausführlich diskutiert. Trotz bestehender Hürden in der Einführung neuer Antriebssysteme durch hohe Kosten, geringem Angebot und Entwicklungsrückständen, waren sich die Teilnehmer einig, dass fossile Kraftstoffe in naher Zukunft durch alternative Antriebsmodelle ersetzt werden.

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